Berichte

TG Muttenz - Maitanzen und Maisingen

Bericht im Muttenzer Anzeiger vom 9. Mai

Heimatgefühle beim Tanzreigen rund um den geschmückten Maibaum

Die Trachtengruppe Muttenz, die Kindertanzgruppe Birsfelden-Muttenz und die Ländlerkapelle Wartebärg führten am vergangenen Sonntag ihren traditionellen Maitanz durch. Sie verwandelten den Dorfplatz und später den Hof vor dem Bauernhausmuseum für kurze Zeit in eine fröhliche Festzone.


«Mensch lerne tanzen, sonst wissen die Engel im Himmel nichts mit dir anzufangen.» Mit diesen Worten begrüsste Samuel Benz das Publikum. Der Präsident der Trachtengruppe bedankte sich bei der Bürgergemeinde für die spendierten Maibäume.

Musikalischer Auftakt
Nicht nur die Engel müssen begeisterte Anhänger des Brauches sein, mit dem der Monat Mai von den Trachtenleuten begrüsst wird. Auch Petrus wollte die Trachtengruppe nicht enttäuschen und liess bei frischen Temperaturen die Sonne durch die Wolken blinzeln.
Musikalisch eröffnet wurde der Frühlingsanlass von der Ländlerkapelle Wartebärg mit dem Stück «Davoser Erinnerungen», einer Eigenkomposition des Klarinettisten Thomas Diethelm. Die ersten Vorführungen gehörten der Kindertanzgruppe Birsfelden-Muttenz, die unter der vorübergehenden Leitung von Andrea Weber und Vroni Seitz-Grollimund (die Leiterin Sabine Tschan tanzt auch bei der Trachtengruppe Waldenburgertal) die Tänze «Wämmer bi de Buure isch» und «Schiffe müssen segeln» zur Aufführung brachte.
«Unser Chor wurde nach der Stubete im vergangenen Jahr wegen Nachwuchssorgen leider aufgelöst», gab Samuel Benz zur Gegebenheit bekannt, dass die Kinder sowie Mitglieder der Tanzgruppe und einige ehemalige Chorsängerinnen dafür sorgten, dass das Singen nicht beiseite gelassen wurde. Mit dem Lied «Freu di uf ne schöne Tag» zelebrierten alle, welch wunderschöner Brauch das Maitanzen und Maisingen darstellt.
«Uf de Bsetzisteine z Murte» hiess der Tanz, bei dem sich die Paare der Trachtengruppe unter Leitung von Andrea Weber um den Maibaum drehten. «Wir wollen zeigen, dass man auch auf den Dorfplatzsteinen in Muttenz ohne zu stolpern tanzen kann», teilte Samuel Benz mit. Anspruchsvoll für die Tanzpaare war die Vorführung «La marche des Bûcherons». Dieser Volkstanz beginnt im Kreis und kommt wegen der speziellen Choreographie beim Publikum gut an. Gesungen wurde wieder beim Kindertanz «s Rössli Sina». Herrlich, wie die Kinder mit ihren Steckenpferden herumhüpften.
Die Liebe zum Frühling geht auch durch den Magen. So durften die Gäste in die Körbchen mit den feinen Gutzis greifen, welche von den Kindern dargereicht wurden.

Bändeltanz als Höhepunkt
Das Finale der Veranstaltung ist der Bändeltanz. Da steht der Maibaum mit den an einer Krone befestigten rot-weissen Bändeln im Zentrum der Tänzerinnen und Tänzer. Mit sichtlicher Freude an der Sache wurde der Baumstamm tänzerisch mit einem schönen Geflecht «eingepackt». Das Publikum honorierte den kunstvollen Effort sowie den Einsatz aller mit einem herzlichen Applaus. Beim Bändeltanz kamen noch einmal wohltuende Heimatgefühle auf.
«Das Maitanzen und Maisingen ist ein alter Brauch, den wir aufrechterhalten wollen», liess Samuel Benz wissen. Beendet wurde der Anlass vor dem Bauernhausmuseum mit weiteren Volkstänzen und einem Apéro.

Peter Gschwind, Muttenzer Anzeiger

Bilder: Peter Gschwind, Peter Breu, Samuel Benz
Die Bilder beginnen mit dem Eintanzen/Einsingen an der Wärme und zeigen dann einige aktive Mitglieder, die aus gesundheitlichen Gründen nur als Zuschauer und nicht als Tanzende dabei sein konnten. Während des Gutzi Verteilens unterhält sich Samuel Benz auch mit dem Berichterstatter des Muttenzer Anzeigers, Peter Gschwind.





































































































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