Berichte

Heimatabend TG Sissach 8. / 9. November

Die TG Sissach lud an diesem Wochenende ihre Besucher zur "Chilbi-Zyt" ein. Mit ihrem Bericht, in der Oberbaselbieter Zeitung, hat Ursi Roth den Anlass treffend wiedergegeben.

„Wär will am Glücksrad dreihä?“ Schon in der Einganshalle wurden die Gäste in Chilbistimmung versetzt. Jeder konnte sich einen Glücksbringer ergattern und dann auf der Treppe zum Saal die zwei Kinder Mirjam und Joris, aus der Trachtentanzgruppe, mit dem Drehörgeli bewundern. Die Tischdekorationen brachten das Chilbiherz dann vollends zu Höhenflügen.

Hübsche kleine Marktstände zierten die Tische. Versehen mit allem, was an einem Chilbimarkt angeboten wird.

Nach der Begrüssung des Präsidenten der Trachtengruppe Sissach Hanspeter Misteli, übernahm Christoph Rudin die Führung durch den Abend. Verkündung von Marktneuigkeiten nannte er dies. Dass die Sissacher stolz auf ihren Markt, vor allem den Herbstmarkt, sind, spürte man gut. Kein Wunder feiern sie diesen doch schon seit dem Jahre 1728, immer am Mittwoch nach Martini.

„Bim Leuäwirt isch Musig und Tanz“ so begann das Lied „Chilbitanz“ das von der ganzen Trachtengruppe dargeboten wurde. Singend, tanzend und die jüngsten schauten von der Treppe her zu. Die Musik dazu spielte die bekannte Oberbaselbieter Ländlerkapelle unter der Leitung von Urs Mangold. Sie begleiteten die Trachtengruppe durch den ganzen Abend mit ihrer lüpfigen Musik.
„Am Herbscht-Fescht“ tanzte anschliessend die Kindertanzgruppe unter der Leitung von Christine Sutter. Lachende Gesichter, tanzende Zöpfe, es war eine Freude zuzuschauen. Mit dem Tanz „Sissacher Schottisch“ mit der Erwachsenentanzgruppe, unter der Leitung von Hanni Misteli, blieb man wieder etwas im eigenen Dorf.
„Maiteli wenn du witt go tanze“ dieses Volkslied arrangierte der Dirigent Thomas Herrmann gleich selber. Für ihn war dies der erste Einsatz am Heimatabend der Sissacher Trachtengruppe.
Bei der Durchsage der „Marktneuigkeiten“ erwähnte Christoph Rudin unter anderem auch, dass Marietta Thommen den Tanz „Rössliritti-Walzer“ choreografiert hatte. Auch dass diese unermüdliche Schafferin nun schon seit 60 Jahren in der Trachtengruppe aktiv dabei ist. Unter anderem als Tanzleiterin, kantonale Tanzleiterin, Choreografin, Theaterregie geführt hatte und nun im Chor mitsingt.

Mit Singen und Tanzen verschiedener Volksweisen ging die erste Halbzeit vorbei. Erstmals übergab der Verein die Führung der Festwirtschaft fremd. Die Wolfslochqlique aus Böckten hatte das toll gemacht und die Gäste aufs Beste mit Speis und Trank eingedeckt.

„De Väärslibrünzler“ hiess der Schwank in einem Akt, der dem Publikum im zweiten Teil vorgeführt wurde. Vreni Nüssli, alias Doris Schafroth und ihre Nachbarin Susi Hüsler, alias Rea Schweizer hätten beide gerne wieder einen Mann gehabt. Gegenseitig machten sie sich Mut und trotz der geldgierigen Nichte mit Ehemann, bekamen die beiden sehr unterschiedlichen Frauen, was sie wollten. Susi ihren Franz, alias Walter Thommen, der Schillers Glocke so gut auswendig konnte, dass er sie wahrscheinlich im Schlaf noch aufsagen kann. Und Sonjas Traum von einem rassigen Südländer wurde mit dem Giovanni, alias Peter Meyer, auch erfüllt. Auf jeden Fall war kurz nach dem ersten Kuss schon die Rede von der Hochzeit. Die Theatergruppe erhielt grossen Applaus für ihre Aufführung.

Nun durften die Tanzfreudigen zu den Klängen der Oberbaselbieter Ländlerkapelle
noch das Tanzbein schwingen. Ein gemütlicher Anlass die Trachtengruppen–Chilbi.

URSI ROTH

Fotos: Hanspeter Misteli und Marianne Hauswirth






























































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