Auch dieses Jahr hat die Trachtenvereinigung Baselland wieder eine Einladung des Bundes für Heimat und Volksleben bekommen, um am Neujahrsempfang in Freiburg teilzunehmen. Gerne habe ich diese Einladung angenommen und bin am 12. Januar mit Annemarie Heinimann und Eveline Meier, beides Mitglieder des engeren Vorstands am frühen Morgen mit der DB nach Freiburg gereist. Am Badischen Bahnhof sind dann unsere Kollegen vom Trachtenverband BS zugestiegen und es können einige offenen Punkte besprochen werden. In Freiburg stärken wir uns erst mal mit einem Kaffee, bevor es zum Landratsamt geht. Nach vielen Begrüssungen und dem Austausch von noch mehr Neujahrsglückwünschen stellen sich alle Anwesenden zum Umzug ein. Mit Blasmusik der Trachtenkapelle Glottertal und Polizeigeleit verschiebt sich der ganze Tross Richtung «Baslerhof», dem Regierungspräsidium Freiburg. Dort werden wir vom Regierungspräsidenten Carsten Gabbert und dem Landrat Dr. Carsten Ante sowie vielen Mitarbeitern des Regierungspräsidiums empfangen. Nach den Begrüssungsworten des Präsidenten des BHV Siegfried Eckert und den Herren Gabbert und Ante überbringen die anwesenden Trachtengruppen und Bürgerwehren ihre Neujahrswünsche, meist in Form eines Gedichtes. Geschenke dürfen mitgebracht werden, genau so gerne darf man eine Spende an eine wohltätige Institution machen. Wir Baselbieter bringen je ein Säcklein Änisbrötli mit und haben der Kinderkrebsklinik in Freiburg eine Spende von Fr. 100 zukommen lassen. Nach dem Überbringen aller Wünsche wird zusammen das Badnerlied gesungen. Im Wissen darum kann ich für uns drei dazu Liederblätter auspacken, was zu einigem Schmunzeln der umstehenden Mitarbeiter der Regierung führt.
Nach einem deftigen Apero verschieben sich die Gäste wieder mit Musik, Regenschirm und Polizei zum Domplatz, wo wir in einem Restaurant bereits erwartet werden. Das Mittagessen ist sehr fein, die Portion riesig und deftig, deswegen gibt es erst eine Runde um den Dom, vorbei am Erzbischof und dem Prälaten, die schon unter der Türe der Domsingschule warten. Bei der zweiten Runde schwenkt die Trachtenkapelle doch links ab zur Domsingschule. Jeder Eintretende wird von den zwei Geistlichen mit einem warmen Händedruck begrüsst. Der nun kommende Teil der Veranstaltung ist mein liebster Teil. Erzbischof Stefan Burger und sein protestantischer Kollege, Prälat Marc Witzenbacher sind so natürliche Amtsträger und immer zu einem Spruch bereit. Nach derselben Abfolge wie am Morgen sprechen die zwei Geistlichen noch den Segen für uns. Nach einem erfrischenden Glas Wasser oder Wein kann man mit Musik und zwischenzeitlich wieder ohne Schirm zurück zum Landratsamt defilieren, da wir aber zum Bahnhof müssen, verabschieden wir uns von unseren Kolleginnen und Kollegen. Nach einem kurzen Halt in einem Geschäft bringt uns die Bahn wieder zurück nach Basel. Wie jedes Jahr kommen wir müde, aber glücklich zu Hause an.
Für die Reisegruppe: Susanne Gasser
Fotos: Horst Dauenhauer
